Und ich geh` zum letzten Mal durch Deine Tür…

Die Josefschule Lendringsen verabschiedet Hannelore Kösters nach über 40 Dienstjahren in den Ruhestand.
In eine Feierstunde erfreuten Lehrer und Schüler ihre Lehrerin mit Liedern und guten Wünschen. In der Pause überraschten die Lehrer alle Schüler mit einem Nutella-Brötchen Frühstück auf dem Pausenhof.
Die Kinder, die Frau Kösters damals unterrichtet hat, kannten Fernseher oft nur in Schwarz-Weiß mit nur drei Programmen. Es gab Nachmittagsprogramm und Sendeschluss! Gespielt wurde zusammen draußen - selbst ausgedachte Spiele mit Holzstöckchen und Bällen – und niemand hatte eine Ahnung, was Playstation, Nintendo 64 oder X-Box sein sollten oder was Chillen ist.
Die Kinder aßen so ungesundes Zeug wie (Schmalzbrote, Schweinsbraten, Bonbons, etc.) zu Hause und wussten nichts von McDonalds, Burger King oder Pizza Hut . Twix hat nie Raider geheißen und war auch nie "der Pausensnack".
Manch einer hatte ein Telefon mit einer langen Spiralschnur, und im Sachunterricht lernten die Kinder, wie man in einer Telefonzelle fernmündlich Kontakt in eine andere Stadt aufbauen konnte.
Heute braucht man dafür mit Handy, PC, E-Mail, Twitter und Chat nicht ´mal aus dem Kinderzimmer zu gehen.
Frau Kösters Wurzeln liegen im Hohen Norden, im Landkreis Cloppenburg, in Friesoythe und dass die Welt nicht an der Mendener Stadtgrenze endet, konnten die vielen Schülergenerationen auch bei den Klassenfahrten nach Norderney erleben.
Auch im Fach Kunst setzte sie immer wieder, neue Akzente und Ausdrucksformen. Mit ihrer Kreativität bereicherte sie immer wieder das Schulleben, indem sie auch die Schülerinnen und Schüler in Einzel- und Gruppenarbeiten zu ansprechenden Kunstwerken anleitete.
Mit dem Lied „Leben ist mehr als Rackern und Schuften“ wünschten die Josefschüler ihrer Lehrerin einen wohl-verdienten Ruhestand voller Freude, Kreativität und Aktivität.
