Die Suche nach der Säge

Es ist kurz vor Weihnachten bei Ralf und Rolf. Ralf sitzt am Abend mit ein paar Brettern und einer Säge im Bett. Er bastelt heimlich etwas für seinen Vater Rolf. Aber was hört er da? Er hört Schritte. „Schnell, alles unters Bett!“, denkt sich Ralf. Rolf kommt langsam ins Zimmer und guckt, ob sein Sohn schläft. „Gut, er schläft! Dann mal los!“, flüstert Rolf vor sich hin. Er schleicht leise aus Ralfs Zimmer. Rolf holt ein Brett aus dem Keller. Aber, wo ist die Säge? Im Keller ist sie nicht. Rolf sucht sie oben weiter. Er sucht in der Kommode, sogar unter dem Sofa sucht er sie. Aber die Säge ist nirgends zu finden. „Wo ist die Säge?“, schreit Rolf wütend. Ralf hört das Geschimpfe von seinem Vater. Er guckt durch das Schlüsselloch und sieht, wie Rolf sich aufregt. „Ich gebe“, denkt Ralf, „Papa am besten die Säge, bevor ich Ärger bekomme.“ Als Rolf an Ralfs Zimmer vorbeistampft, sieht er an der Tür den kleinen Arm von Ralf, mit der Säge in der Hand. Rolf steht mit großen Augen und weit geöffnetem Mund vor der Tür. Danach aber lacht er. Ralf und Rolf freuen sich nun schon darauf, die selbstgebastelten Geschenke auszutauschen.

Marvin Klein