Die kleine Meerjungfrau

MAT, das Mendener Amateurtheater, verzauberte Josefschüler. Clownfische, Meerkönig, Meereshexe und Seejungfrauen mit phantasievollen Kostümen entführten die Kinder in eine bunte Unterwasserwelt. Die Schüler bangten mit der kleinen Meerjungfrau um ihr Glück. Am lustigsten fanden sie die Rolle des Hofmarschalls.

 

Die kleine Meerjungfrau Marina ist die jüngste und vorwitzigste Tochter des Meerkönigs. Sie hat, wie alle Meermenschen, keine Füße, sondern einen Fischschwanz. Mit 100 Jahren dürfen die Töchter nachts hinauf an die Wasseroberfläche - die älteren Schwestern, welche früher dieses Alter erreichen, erzählen ihr Wunderdinge von den Vögeln, der Sonne und dem Mond. Neugierig steigt sie schon vor ihrer Zeit empor und beobachtet einen Prinzen auf einem Schiff. Ihr Vater erzeugt, wütend auf seine ungehorsame Tochter, einen Meeressturm. Das Schiff sinkt und die kleine Meerjungfrau bringt den Prinzen an den Strand. Sie beobachtet, wie ein Mädchen ihn findet. Der Prinz weiß nicht, wer ihn gerettet hat. Die Meerhexe verwandelt Marina in einen Menschenkind. Die Verwandlung ist jedoch unumkehrbar - sie wird nie wieder zu ihrem Vater und ihren Schwestern zurückkehren können. Falls der Prinz sich nicht in sie verliebt, bekommt sie keine unsterbliche Seele und wird zu Schaum auf dem Meere werden. Außerdem muss sie ihre Stimme hergeben. Stumm trifft sie also den Prinzen und wird von ihm in sein Schloss geführt. Dort bleibt sie bei ihm, aber der Prinz will nur seine Retterin heiraten. Später stellt sich heraus, dass das Mädchen vom Strand die Prinzessin des Nachbarkönigreiches ist. Der erste Sonnenstrahl nach seiner Hochzeit bringt der kleinen Meerjungfrau den Tod. Gerade noch rechtzeitig erkennt der Prinz seinen Irrtum. Er küsst Marina und rettet damit ihr Leben.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.